Rechtliche Verfahren und Hintergrund der Angeklagten
Craig Williams und Amy Hind haben sich am Montag in der Untersuchung der Gambling Commission zum Wahlwettgeschäft schuldig des Betrugs bekannt. Die beiden hatten Wetten auf das Datum der Parlamentswahl im Mai 2024 getätigt, wobei sie sich vor der Ankündigung von Premierminister Rishi Sunak auf vertrauliche Informationen stützten.Williams, der von Dezember 2019 bis Mai 2024 als parlamentarischer Privatsekretär von Sunak und als Abgeordneter für Montgomeryshire tätig war, gab an, gegen Abschnitt 42(1)(a) des Gambling Act 2005 verstoßen zu haben. Er hatte über die Ladbrokes-App eine Wette über 100 Pfund auf ein Wahltermin im Juli platziert. Der Anbieter meldete die Transaktion, da Williams als politisch exponierte Person registriert war, ein Status, der vor der Zulassung zum Glücksspiel eine verstärkte Sorgfaltspflicht und mögliche Kontoeinschränkungen erfordert.
Amy Hind, die während des relevanten Zeitraums als Business Support Managerin bei der NHS beschäftigt war, bekannte sich ebenfalls schuldig. Die Gambling Commission berichtete, dass Hind vertrauliche Informationen zum Wahltermin erhalten habe, die ihr von ihrem Ehemann Anthony Hind weitergegeben wurden. Anthony Hind ist stellvertretender Digitaldirektor der Konservativen Partei und steht vor separaten Anklagen.
Die Aufsichtsbehörde wies darauf hin, dass Williams an Besprechungen mit dem Premierminister und leitenden Mitarbeitern des konservativen Parteihauptquartiers teilgenommen habe, in denen das Wahltermin diskutiert worden sei, und dieses privilegierte Wissen für persönlichen Vorteil genutzt habe.
Beide Angeklagten sehen sich einer möglichen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren gegenüber; die Verurteilung wird zu einem späteren Termin am Southwark Crown Court stattfinden. Die verbleibenden zwölf Personen, die im Rahmen der ersten Untersuchung angeklagt wurden, sollen im September 2027 und Januar 2028 vor Gericht gestellt werden.
Zu dieser Gruppe gehören Simon Chatfield, Russell George, Anthony Hind, Jeremy Hunt, Thomas James, Charlotte Lang, Anthony Lee, Iain Makepeace, Nick Mason, Paul Place, James Ward, Jacob Willmer und Nicole Macedo.