Der Betting and Gaming Council (BGC) berichtet, dass der britische Einzelhandelswettsektor seit dem letzten Jahr 4.500 Arbeitsplätze und 540 Ladengeschäfte verloren hat. Die Organisation stellt die Position des Finanzministeriums in Frage, wonach Steuerpolitikänderungen physische Wettstandorte nicht beeinflusst haben.
Personalabbau und Steuerpolitik
Laut BGC ist die Gesamtzahl der Wettläden auf etwa 3.000 gesunken, während die Belegschaft seit 2019 um 15.000 Stellen abgenommen hat. Die verbleibenden Einrichtungen beschäftigen derzeit rund 37.500 Menschen. Das Finanzministerium hatte zuvor erklärt, dass die Abgabenraten für Glücksspiel im Einzelhandel unverändert blieben, was darauf hindeutet, dass die Regierungsverantwortung nicht für die Schließungen verantwortlich sei.Die BGC-Geschäftsführerin Grainne Hurst argumentierte, dass die Einschätzung des Finanzministeriums die integrierte Natur der Wettoperationen übersehe. Sie merkte an, dass die Verdopplung der Online-Gaming-Abgabe die gesamte Geschäftsstruktur beeinflusse, was zu reduzierten Investitionen und Stellenabbau in allen Abteilungen führe.
Hurst warnte, dass anstehende Erhöhungen der Online-Sportwetten-Abgabe die Betreiber weiter belasten und die Finanzierung für britische Sport-Sponsoring-Verträge reduzieren würden.
Anfang dieses Monats kündigte Betfred Pläne an, 132 Wettläden zu schließen, was zur anhaltenden Kontraktion im Einzelhandelssektor beiträgt.