Die South African National Gambling Board hat das Kommunikationsministerium aufgefordert, eine IP-basierte Blockade für Offshore-Glücksspielseiten umzusetzen. Die Maßnahme richtet sich speziell gegen Anbieter mit Lizenzen aus Curaçao, den Philippinen, Gibraltar und Malta.
Die vorgeschlagene Einschränkung betrifft etwa 50 Milliarden Rand (~2,7 Milliarden US-Dollar), was zwei Drittel der gesamten Glücksspielsteuereinnahmen des Landes ausmacht. Online-Casino-Dienste sind in Südafrika derzeit ohne rechtlichen Status tätig, sodass Lizenzen der betroffenen Jurisdiktionen keinen offiziellen Marktzugang gewähren.
Die blockierte Netzwerk-Ebene zielt darauf ab, diese unregulierte Betriebsumgebung zu beseitigen.
Da der Filtermechanismus auf Infrastrukturebene funktioniert, bieten alternative Spiegel-Domains nur vorübergehenden Zugang, gemessen in Wochen statt Monaten. Marktteilnehmer müssen ihre Lizenzierungsrahmen vor Inkrafttreten der Einschränkung gegenüber den tatsächlichen Spielernstandorten prüfen. Die Lizenzdiskussion fällt mit der iGB LIVE London-Konferenz zusammen, die für den 1. und 2. Juli geplant ist, wo Branchenvertreter regulatorische Compliance und juristische Ausrichtung für afrikanische Märkte ansprechen werden.